Auf dem Wege von Jablonec nach Hrenko und Schmilka

am Morgen machte ich einen Spaziergang durch die fast leere Stadt. Ich besuchte einen Solarium, um mich für die kommende Fahrt aufzuwärmen, und fuhr dann weiter in Richtung Liberec Novy Bor.

Ich musste bis zur tschechischen-deutschen Grenze noch 75 km fahren. Auf der offiziellen Staßenkarte war der Weg nach Decin nur über ein Stück Autobahn zu erreichen. Aber ich konnte auf meiner Karte überhaupt nicht erkennen, welche Straße zu nutzen war, um diese Autobahn nicht befahren zu müssen.

Ich fuhr also mit einem meinem Motorroller mit einer Spitzengeschwindigkeit von 55 km/h, maximal, 60 km/h bergab, auf dem Standstreifen auf der Autobahn Dresden - Prag. Ich traf auf eine Tankstelle. Dort fragte ich,  ob diese Autobahn auch für Motorroller zugelassen ist. Man sagte mir dort, das sei schon ganz in Ordnung. Fahren Sie ruhig auf dem Standstreifen weiter, es wird schon nichts passieren. Ich musste nur beim Einfädelungsverkehr von rechts aufpassen, der aber dann wesentlich schneller war als ich.

Ich bemerkte ferner, eine Bushaltestelle an der Autobahn.

Im Nachhinein habe ich folgendes mir denken können: diese Autobahn ist entstanden durch den Ausbau einer tschechischen Bundesstraße. Diese Straße wurde autobahnmäßig ausgebaut allerdings hatte man vergessen, den allgemein Verkehr, der diese Autobahn auch nutzen muss, zu berücksichtigen.

Nach einigen Kilometern auf der Autobahn Dresden - Prag,  war ich froh diesen Weg verlassen zu können und fuhr auf einer normalen Bundesstraße weiter in Richtung Decin.

Ich machte ein kurzer Stopp, um einen Kaffee zu trinken und fuhr dann weiter in Richtung der deutschen Grenze nach Schmilka .

In Hrenko , im Gasthof zum "trockenen Felsen" war noch ein Zimmer für 10€ Übernachtung frei . Ich sagte sofort zu und fuhr zu einem kurzen Besuch nach Deutschland. In Schmilka und in Bad Schandau besichtigte ich die Folgen der Hochwasserkatastrophe.

In in dem Gasthof "Zum trockenen Felsen" kam ich ins Gespräch mit meinen Wirtsleuten und den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Hrenko, die sich dort zu einem Umtrunk versammelt hatten. Man zeigte mir eine umfangreiche Dokumentation des letzten Hochwassers. Das Restaurant selber hatte keine Schäden zu verzeichnen, Das Hauptverkehrsmittel zu der Zeit waren Boote. Ich berichtete von der großen Sturmflut aus dem Jahre 1962 mit über 300 Toten in Hamburg.

Der Wirt zeigte mir sogleich das Gästebuch des Restaurants. Dort hatte sich jemand  aus Hamburg eingetragen, der mit einem Schlauchboot in fünf Tagen von Hamburg unterwegs war , um dort ein Bier zu trinken um dann wieder nachhause zu fahren.. Der Wirt bat mich um einen Eintrag in das Gästebuch. Das machte ich am am nächsten Tag. 


 

 

 

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